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Am 20.05.1973 erblickte ich in Frankfurt/Main
das Licht der Welt. Die Geburt war ziemlich traumatisch
für mich. Ich kam aus einer warmen, behaglichen Welt,
der Herzschlag meiner Mutter war sehr beruhigend und ich
hatte immer genügend zu essen. Dann gleißendes
Licht, maskierte Menschen und dann wurde ich auch noch
verprügelt! Bevor ich den maskierten Prügelknaben
ihren Klaps zurückgeben konnte, habe ich meine Mutter
kennengelernt. Sie schmiegte mich an sie und lächelte
mich glücklich an. Seitdem wußte ich, daß diese
Welt so schlecht nicht sein kann, wenn es noch mehrere
dieser weiblichen Wesen gibt. Mein Vater war bei der Geburt
dabei und hat sich zu diesem Zeitpunkt hinter dem Bett übergeben.
Danach ging alles ganz schnell: glückliche Kindheit,
in der ich zwar merkte, daß wir "anders" waren,
aber die Unterschiede zu anderen Nationalitäten als
kurzweilig und interessant empfand. Ich hatte türkische,
deutsche, griechische, indische und italienische Freunde.
Multikulti? Ethno? Mir egal, wie man das nennt, wie waren
alle Kiddies und nur daran interessiert, Spaß zu
haben. Als Qualifikation für den Zugang in unseren
erlesenen Freundeskreis galt nicht die Herkunft, sondern
ob man Fußball spielen konnte.
Auf dem Gymnasium waren mein Bruder und ich die einzigen
Türken. Ich fand das klasse, so hatte ich bei den
Mädels immer einen Exoten-Bonus. Nach dem Abitur war
ich erstmal planlos, ich hatte kein klares Ziel vor Augen.
Also studierte ich vor mich hin und machte ein paar Nebenjobs.
Einer von denen war Animateur/Moderator.
So sammelte ich meine ersten Erfahrungen auf der Bühne.
Und ich liebte es! Bald schrieb ich meinen ersten Stand-up
und führte den 1999 beim Köln-Comedy-Cup auf.
Das wiederum weckte das Interesse von TV-Sendern und Produktionsfirmen.
Kurze Zeit später pilotierten wir "Was Guckst
DU?!", der Rest ist Geschichte. |